oridance

Oridance Daniëlle
Sakraler Drehtanz – Derwischtanz





«Tief in die Seele
...geht dein Weg.»

(Daniela Isler-Schmid)


Der Drehtanz, (u.a. durch die Sufis auch Derwischtanz genannt), kommt in verschiedenen Kulturen vor.
Er hat jedoch immer dasselbe Ziel: Durch die Drehung eins mit dem Universum und Gott zu werden. Dadurch gelangt man in eine Art Trance und kann um Heilung und (Er-)Lösung bitten.

Im sakralen Drehtanz dreht sich die/der TänzerIn lange um die eigene Achse. Ihr Bewusstsein erstreckt sich dabei vom Mittelpunkt der Erde, durch den drehenden Fuss, durch die eigene Körperachse (Drehachse), durch das Herz, durch den Scheitel und bis weit zum Himmel hinauf. Der Blick und die Aufmerksamkeit sind stets nach Innen gerichtet.

Der Drehtanz eignet sich für alle Menschen, die auf der Suche nach der eigenen inneren Wahrheit sind und ihren persönlichen Glauben (egal welche Religion oder Philosophie) praktizieren und vertiefen möchten.

Dem Drehtanz folgt jeweils eine kurze Meditation, um das Erlebte zu vertiefen.

Geschichte und Beschreibung des Derwishtanz:

Der Drehtanz ist eine der ältesten Techniken der Sufis und eine der wirkungsvollsten.
Er ist ein Wirbelsturm und doch in der Mitte ganz ruhig.
Dein inneres Sein wird gleichsam der Drehpunkt und dein Körper zu einem kreisenden Rad. Du wirst die Mitte des Universums, ganz bei Dir und doch mit allem verbunden. Es ist der stille Dialog zwischen dem inneren und dem äußeren Universum. Musik und Tanz verbinden sich im Rhythmus, der die Brücke schafft zum Pulsschlag des eigenen Herzens, und zur Präsenz der anderen.

Der Drehtanz soll aus der Nüchternheit des Alltags über eine Ekstase (im Sinne der Glückseligkeit der Einigung) in eine Nüchternheit höherer Ordnung führen. So verstanden kann der Drehtanz als eine «Leiter zum Himmel» gesehen werden, oder auch als Teil von tawhid, der Wissenschaft der Einheit allen Seins.

Der Drehtanz wurde schon im 9. Jahrhundert von den Sufis in Bagdad praktiziert und dann von Sultan Walad, Mevlana Jalalluddin Rumis Sohn (Rumi starb am 17. Dez. 1273), anläßlich der Organisation des Mevlevi-Ordens institutionalisiert und perfektioniert. Mevlana Djelaleddin Rumi (ein islamischer Mystiker und einer der bedeutendsten persischen Dichter des Mittelalters) praktizierte ihn noch spontan und z.T. ungestüm.